UDO SCHINDLER


Schwerpunkt: improvisierte + zeitgenössischer Musik, Avantgarde-Jazz
Komposition

Instrumente: Es-, B-, Baß- + Kontrabaßklarinette, Sopran-, Alt-, Tenor- + Baritonsaxophon, Flöte, Kornett

(Akkordeon, Gitarre, Schlagzeug, Analogsynthesizer)

 

In den 70er Jahren im fränkischen Raum als als Rock- +Rockjazzmusiker (Gitarre, Drums + ab 75 Saxofon + Flöte). Flötenstudium am Konservatorium Nürnberg + Architektur an der TU München, dann Schwerpunkt Architektentätigkeit. In den 90ern Hinwendung zur Neuen Musik (Gründung ARCH.ENSEMBLE) + improvisierter Musik (SCHINDLER.INTERFERENZ.3). Konzentration auf Klangforschungen am Instrument (Sopran-+Tenorsax, Flöte) + Theaterarbeit (auch eigene Projekte - Regie, Darsteller, Musiker+Komponist)
In den letzten Jahren Intensivierung der Solo-+Duoprojekten als Option großen klanglichen Freiraums für Improvisation + Einbeziehung der Klarinettenfamilie.
Auftritte auf Festivals Neuer Musik (musica viva, Klangaktionen...), Jazz, experimenteller Musik, Theater, Literatur
Stadt-, Gebäude-, Natur-Raumbespielungen mit Performances zur Hörbarmachung der 3.Dimension (individuelle Objekt-Klang-Untersuchungen mit Bewegung, Akustik…).
Konzerte in Italien, Tschechien, Belgien, Österreich, Frankreich, Rumänien, Italien, Schweiz , Großbritannien
Kooperationen mit  H.Bergmann, U.Helmholz, G.Hemingway, G.Janker, K.Treuheit, E.Prevost, S.Tramontana, M.Tiberian, J.Solothurnmann, M.Mitchell, 48nord, A.Vapirov, GO GUITARS, O.Volquartz, C.Irmer, G.Wissel, John Russell, Blaise Siwula, David Sherr, Frank Gratkowski, Hans Koch, Urs Leimgruber, Omri Ziegele, M.-L. Winter, Elisabeth Harnik, Katharina Weber, F.P. Schubert u.a..
Aktuelle Projekte: schindler/holzbauer/lillmeyer, schindler+richter, WORTSCHALL, schindler/bergmann, schindler+wolf, schindler+holzbauer, schindler+radtke (ssa, tre_mellow), schindler+lillmeyer, akustronik, munich instant orchestra, wagnis-klang-ensemble, SRS³(schindler, richter, schwarz), PST! (pretzel, schindler, treuheit), SCHI.VA (schindler+ va servito ben fresco – pröll, winter), Trio Interferenz (schindler, lillmeyer, werani), TiefTonTrio (schindler, kolb, heinze), Duos u.a. mit  M.Ohta, M.-L.-Winter, K.Weber, I.Ise, E.Harnik, H.Wolf, C.Varner…

 

Presseauszüge zu Udo Schindler

… War Schindler auf der vorherigen CD die dominierende Kraft, zieht er sich hier im Trio mit Sopransaxophon und Bassklarinette in räumliche Fernen zurück. Unkonventionelle Spieltechniken kontrastiert mit Minimalismen kommentieren aus schwer greifbaren Sphären das Geschehen. Umso überraschender dann seine kraftvollen Einwürfe, die sich mit plastischer Präsenz geradezu aufdrängen. Eine Musik, die wenig mit passiv konsumierbarer Unterhaltung zu tun hat, doch ein fesselndes Klangabenteuer bietet. 
Reinhard Palmer – Süddeutsche Zeitung STA Nr.53, 05.03.2009

..und der Bläser Udo Schindler (hier auf Sopransaxofon und Bassklarinette zu hören) auf diesem Gebiet – einem, das von Klischees und Bauernopfern wimmelt – und erreichen vollständige Meisterschaft in dieser fortgeschrittenen Sprache... Dave Madden 2009-05-07 -The Squid's Ear, 160 Bennett Ave, Suite 6K, New York, NY 10040

… Genauer gesagt ist Schindler ein nüchterner Verteiler pragmatischer Gegenströmungen, wann immer es dem Kollektiv nützt, seine selbstbewussten Beiträge und überraschenden Gegenmeinungen erfrischen die Luft selbst in den wenigen spannungsärmeren Teilen… Massimo Ricci, TEMPORARY FAULT - Sunday, 14 June 2009

… Schindlers Forschungen beinhalten die Integration elektronischer Medien in die Aufführung, und so hört man auf den 14 nicht betitelten Stücken der CD das kontrapunktische Balzen seines Instruments mit Holzbauers Quietschen oder Puttern – gelegentlich lyrisch, doch zumeist machtvoll und ätzend: Das eine gibt den unverbundenen Klängen des anderen Tiefe und bleibt dabei bescheiden bis zur Grenze der Hörbarkeit…Dies sind hervorragende Beispiele erwachsener Triositzungen der europäischen Improvisationsmusik, die üblichen ausweichenden und abwertenden Bedeutungen von „Jink“ (Abweichung) und „Rot“ (Verderben) sind also in keiner Weise zutreffend für diese Musik. Ken Waxman - August 13, 2009 / www.jazzword.com

… wenn Schindlers Klangfarbformen da so dreidimensional morphen, sonor changie­ren, flackernd züngeln, diskant pfeifen, wachsen Augen, wo bisher keine waren…Die Im­provisationen für Sopranosaxophon und Bassklarinette atmet ganz bewusst ein kraftstoff­licher, geistvoller Hauch. Nach außen hin, insbesondere beim Soprano, scheint da eine bohrende, schleifende, reinigende Kraft am Werk. Und in sich eine Konsequenz, mit dem Stofflichen auch noch den Klang selbst zu zersplittern, zu zerreiben in seine atomaren Bestandteile. Wenn die Bassklarinette knurrend, pfeifend und didgeridooend einsetzt, auch ganz körperlich als animalisches Schnauben, Rüsseln und Brusten, möchte ich ver­muten, dass Schindler Vorbehalte hat gegen einen reinen Idealismus ohne Arsch in der Hose. Als ob er sich selbst eine Luftschlossarchitektur nur mit Fundamenten vorstellen könnte.

Rigobert Dittmannn, Bad Alchemy #76



lyrikpublikationen in anthologien:

aktuelle neuerscheinung mit dem gedicht ‚spring!’ (für ilse aichinger): 
'VERSNETZE - Das große Buch der neuen deutschen Lyrik' 
(herausgegeben v. a. kutsch im verlag ralf liebe).

städte.verse-großstadtlyrik
das große buch der kleinen gedichte
orte.ansichten
versfluß-neue deutsche lyrik

kunstinstallationen mit m.müller


2007 Gründung des ARCH.MUSIK-labels

seit 1980 selbständiger Architekt/SCHINDLER ARCHITEKTEN 
www.schindler-architekten.de

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